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"Wunderkinder" nennt man sie. Sie sind erfolgreich,
begabt und vor allem jung an Jahren. Die entsprechende
medienwirksame Vermarktung erfährt ganz aktuell ein 12jähriger
CEO, der gemeinsam mit dem kanadischen Premier nach China
reist.
Im nächsten Monat tritt der kanadische
Premierminister Jean Chretien seine Handelsmission nach China
an. Dies allein wäre keine Meldung wert, hätte er nicht - man
möchte beinahe sagen: im Handgepäck - einen äußerst
ungewöhnlichen kanadischen Geschäftsmann als Begleiter. Dieser
ist gerade erst 12 Jahre alt und bereits CEO der
Design-Agentur Cyberteks.
Als echter Frühstarter setzte der junge Mann sich bereits
mit 10 Jahren mit HTML auseinander. Es folgte dann zum 11.
Geburtstag eine Komplettausstattung mit der
Macromedia-Software, die ihm sein Vater zum Geburtstag
schenkte. Von da ab galt der Teenager in Kanada als
HTML-Wunderkind und jüngster Flash-Producer. Die Mischung aus
Talent und kindlichem Alter prädestiniert ihn als
publikumswirksame Staffage für öffentliche Auftritte. Nach
PR-Veranstaltungen für die Softwareschmiede Macromedia
begleitet er nun den kanadischenPremier auf der bald
anstehenden China-Reise.
Bleibt die Frage, ob auch dieses Wunderkind das Schicksal
vieler ähnlicher Karrieren teilen wird und schneller in der
Versenkung verschwindet, als es aufgetaucht ist. Heute spricht
zum Beispiel niemand mehr von dem damals 15 Jahre alten
Gründer von Pureradio, den 1999 die amerikanischen Medien als
jüngsten Unternehmer feierten.
Auch der 1997 entdeckte, "australische Bill Gates" ist als
Gründer von Amicus.net heute keine Schlagzeile mehr wert. Mit
heute 21 Jahren ist er dafür auch entschieden zu alt -
oder?
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